Prof. Dr. Raimund Vogels
studierte Musikwissenschaft in Köln, Legon (Ghana) und Berlin, wo er im Jahr 1987 mit einer Dissertation über die Frauengesänge der Dagaaba im Nordwesten Ghanas promovierte. Anschließend war er für knapp zwei Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Musikethnologischen Abteilung des Berliner Völkerkundemuseums in Nigeria mit dem Aufbau eines Musikarchivs an der University of Maiduguri befasst. Im Jahr 1990 begann er ein Volontariat am Linden-Museum Stuttgart, Staatliches Museum für Völkerkunde, das ihn im Anschluss daran als Referent für Öffentlichkeitsarbeit übernahm. Gleichzeitig setzt er seine Forschungen im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 268 “Kulturentwicklung und Sprachgeschichte im Naturraum Westafrikanische Savanne” der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt/Main fort. Im Jahr 1995 begann er eine fünfjährige Assistenzzeit am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Köln an, wo er sich über die Musik an den islamischen Herrscherhöfen im Nordosten Nigerias habilitierte.
Zum Sommersemester 2001 wurde Raimund Vogels als Professor für Musikethnologie an die Hochschule für Musik und Theater Hannover berufen. Von Juni 2003 bis Juli 2006 war er dort mit dem Amt des Vizepräsidenten Ressort Wissenschaft betraut. Im Jahr 2008 wurde ihm der Niedersächsische Wissenschaftspreis für seine Bemühungen für das Fach Musikethnologie zuerkannt.
Prof. Dr. Stefan Weiss
studierte in Köln Musikwissenschaft, Anglistik und Germanistik. Während des Studiums war er von 1987 bis 1992 am Joseph Haydn-Institut mit textkritischen und bibliographischen Arbeiten im Rahmen der Haydn-Gesamtausgabe betraut. Im Anschluß an das Magisterexamen (“Thematik und Formbildung im Frühwerk von Dmitri Schostakowitsch”) bearbeitete er am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität zu Köln den Bereich “Musikinstitutionen seit dem Mittelalter” des interdisziplinären Projekts “Geschichtlicher Atlas der Rheinlande”. 1994-1996 schrieb er seine Dissertation “Die Musik Philipp Jarnachs” und war daneben vorwiegend auf unakademischen Gebieten tätig, als freier Musikjournalist und Geschäftsbesorger der Kölner Gesellschaft für Neue Musik. Im Herbst und Winter 1996/1997 führte ihn ein Stipendium der Fritz Thyssen Stiftung zu Forschungen über die Frühgeschichte der russischen Oper nach St. Petersburg. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Musikwissenschaft der Hochschule für Musik “Carl Maria von Weber” Dresden nahm er von 1997 bis 2003 besondere Aufgaben im Bereich der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts wahr und arbeitete eng mit dem Studio Neue Musik der Hochschule zusammen (2001–2003 Vorsitzender der Sächsischen Gesellschaft für Neue Musik). Daneben hatte er zeitweise einen Lehrauftrag am Institut für Kunst- und Musikwissenschaft der Technischen Universität Dresden. Seit dem Sommersemester 2003 ist er Professor für Historische Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Ebenfalls seit 2003 ist er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates der Kurt-Weill-Gesellschaft Dessau. 2007 wurde er zum Vorsitzenden der Hannoverschen Gesellschaft für Neue Musik gewählt.
Prof. Dr. Reinhard Kopiez
geb. 1959 ist ausgebildeter Gitarrist und promovierte 1990 in Musikwissenschaft an der TU Berlin mit einer Studie zum mentalen Üben. 1990-1995 Wissenschaftlicher Assistent von Helga de la Motte-Haber. Die Habilitation erfolgte 1998. Er erhielt 1995 einen Ruf an die Hochschule für Musik Würzburg auf eine Professur für Systematische Musikwissenschaft. Seit 1998 ist er Professor für Musikpsychologie an der Hochschule für Musik und Theater Hannover.
Seine Forschungsinteressen liegen auf den Gebieten “Persuasive Funktionen von Musik” (z.B. Fan-Gesänge), musikalische Performanz (z.B. Vom-Blatt-Spiel) und emotionale Wirkungen von Musik (gemeinsame Arbeitsgruppe mit Prof. Dr. Eckart Altenmüller an der HMT Hannover). 2000-2003 war er Vizepräsident der European Society for the Cognitive Sciences of Music (ESCOM) und 2002-2005 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie (DGM). Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen der empirischen Musikforschung (u.a. zu Fragen der Händigkeit bei Musikern, zum Musikgeschmack bei Kindern, oder zur Repertoirekanonisierung bei Clara Schumann) und Mitherausgeber des Standardwerks “Musikpsychologie. Das neue Handbuch” (Rowohlt Vlg. 2008).
Malte Krasting
geboren 1974 in Hamburg, studierte Historische und Systematische Musikwissenschaft an den Universitäten in Hamburg und Berlin, u. a. bei Wolfgang Dömling (Magisterarbeit über unveröffentlichte Handschriften Heinrich Marschners). 1999 erhielt er das Bayreuth-Stipendium des Richard-Wagner-Verbandes, von 2001 bis 2003 war er Stipendiat im ersten Jahrgang (und seitdem Alumnus) der »Akademie Musiktheater heute«. Am Meininger Theater, wo er von 1999 bis 2002 als Musikdramaturg engagiert war, begann seine Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Kirill Petrenko, die er von 2002 bis 2006 als Konzertdramaturg an der Komischen Oper Berlin fortsetzte. Seit 2006 ist Malte Krasting Dramaturg an der Oper Frankfurt; dort betreute er u. a. Tannhäuser (Regie: Vera Nemirova), Don Carlo (Regie: David McVicar), Così fan tutte (Regie: Christof Loy), Palestrina (Regie: Harry Kupfer), den Doppelabend L’oracolo/Le Villi (Regie: Sandra Leupold) und jüngst Das Rheingold (Regie: Vera Nemirova). Außerdem moderiert er Konzerte und Künstlerporträts und ist er als freier Mitarbeiter für Zeitungen, Fachpublikationen, Rundfunk und Schallplattenfirmen tätig.
Caroline Reiser
studierte historische Musikwissenschaft mit Gesang im künstlerischen Hauptfach, Medienwissenschaft und angewandte Kommunikationsforschung an der Hochschule für Musik und Theater Hannover und dem dazugehörigen Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung.
Berufserfahrungen sammelte Caroline Reiser in höchst unterschiedlichen Bereichen: Schon während ihres Studiums arbeitete sie als freie Mitarbeiterin in der Musikabteilung des NDR, danach für eine Strategieagentur für Marken und Kommunikation, wo sie Marktforschungsstudien anfertigte und strategische Marketingberatung durchführte. Im Anschluss unterstützte sie das Referat Musik und Theater des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und war neben Musikförderung und Netzwerkbildung als Projektmanagerin für das Projekt ‚Musikland Niedersachsen’ zuständig. Zuletzt war sie als Maklerin und Beraterin bei einem Finanzdienstleistungsunternehmen tätig, sie betreute die Kooperation mit der Deutschen Orchestervereinigung und beriet Orchestermusiker zu den Themen Vorsorge und Karriereplanung.
Seit März 2009 leitet Caroline Reiser das neu gegründete Karrierezentrum an der Hochschule für Musik Detmold.
Klemens Schnaß
Studium: WS1988 – Febr. 1995: Studium der Diplom-Biologie an der Carl von Ossietzky – Universität, Oldenburg, Erlangung des Hochschulgrades Diplom-Biologe und WS1993 – WS1997: Studium des Lehramtes der Sekundarstufen I und II in den Fächern Biologie und Musik an der Carl von Ossietzky- Universität, Oldenburg, Dez. 1997: Erlangung des 1. Staatsexamens für das Lehramt der Sekundarstufen I und II.
Febr. 1998-Jan. 2000: Referendariat am Staatlichen Studienseminar für das Lehramt der Sekundarstufe II in Mönchengladbach: 21. Sept. 1999: Erlangung des 2. Staatsexamens für das Lehramt der Sekundarstufen I und II, seit 1.2.2003: Studienrat am Herbartgymnasium, Oldenburg.
Dienstliche Aufgaben
Didaktisch-methodische Betreuung der Schüler in den Praxisstellen, Mitglied im Planungsausschuss zur Einrichtung des Bildungsganges Allgemeine Hochschulreife/Erzieherin am BK Vera Beckers in Krefeld. Einstudieren der Kinderoper „Brundibar” mit Schulchor und Solisten, Leitung des philharmonischen Orchesters.Lehrtätigkeit am Herbartgymnasium Oldenburg in allen Klassenstufen, Ausbildung von Referendaren, Leitung des Schulchores, Gründung und Aufbau einer schuleigenen Bigband, Organisation und Koordination des Instrumentalunterrichtes der Bandmitglieder mit außerschulischen Lehrkräften, Organisation und Durchführung von Schulkonzerten im Haus und außerhalb, Organisation und Gründung sowie Leitung der Bläserklasse am Herbartgymnasium seit dem Schuljahr 2009/10, Koordination der Kooperation mit der Städtischen Musikschule Oldenburg, Klassenlehrerschaft
Fortbildungen seit 2000
März 2000: „Rhythmus für alle – Alltagsrhythmen”Schuljahr2000/2001: „Intel- Lehren für die Zukunft”, Computer- und Multimedia-Einsatz im SchulunterrichtFebr.
2005: Umsetzung der curricularen Vorgaben für die Klassen 5 und 6 Abiturschwerpunkt „Wozzeck”
2008-09: Ausbildung zum Bläserklassenleiter bei Yamaha Deutschland
Heiko Fabig, M.A.
Heiko Fabig, geb. 1977, absolvierte von 1998 bis 2007 sein Studium an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster in den Fächern Musikwissenschaft, Volkskunde/Europäische Ethnologie und Ethnologie. Das Studium schloss er im Jahr 2007 mit dem Magisterexamen und der Magisterarbeit im Fach Volkskunde mit dem Titel “Die Hauptgewährsperson Johannes Künzigs – Biographie und Sammlung aus volkskundlicher Perspektive” ab. Daneben war er seit 2001 als Studentische Hilfskraft an der Universität Münster sowie beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe beschäftigt. Von Juni 2008 bis Ende 2009 war er als wissenschaftliche Hilfskraft beim Projekt “Digitale Musikedition” (Edirom) des Musikwissenschaftlichen Seminars Detmold/ Paderborn tätig. Seit Januar 2010 arbeitet er im Bereich der Erwachsenenbildung als Dozent bzw. Studienleiter für den Fachbereich Musik an der Katholischen Akademie Stapelfeld in Cloppenburg. Zugleich arbeitet er an seiner Dissertation im Fach Musikwissenschaft an der Universität Münster zum „Kantatenwerk Dieterich Buxtehudes im Kontext seiner Zeit“ (Betreuer sind Prof. Dr. Jürgen Heidrich, Münster sowie Prof. Dr. Joachim Veit, Detmold/Paderborn).
Marleen Hoffmann
Marleen Hoffmann, geb. 1981, in Berlin. 2001–2006 Studium der Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis an der Universität Hildesheim mit den Fächern Musik (Gitarre, Gesang), Theater/ Literatur/ Medien, Psychologie und Kulturpolitik/ Kulturmanagement, währenddessen Mitarbeit in der Fachschaft AG Musik, 2006 Abschluss des Studiums mit “Untersuchungen zum Liedrepertoire des deutschen Männerchores (1850–1950)” (Diplomarbeit in Zusammenarbeit mit dem Sängermuseum Feuchtwangen). Nach Anstellungen als studentische Hilfskraft am Institut für Musik und Musikwissenschaft der Universität Hildesheim und als Chorleiterin in verschiedenen Ensembles ist sie seit 2007 als wissenschaftliche Hilfskraft zur Unterstützung der Geschäftsführenden Leitung am Musikwissenschaftlichen Seminar der Hochschule für Musik Detmold und der Universität Paderborn beschäftigt, in deren Rahmen sie die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge überarbeitete. Außerdem ist sie seit 2008 für die Ethel-Smyth-Forschungsstelle tätig und erstellt im Rahmen ihrer Dissertation ein thematisch-bibliographisches Werkverzeichnis zu Ethel Smyth (Betreuerin: Prof. Dr. Rebecca Grotjahn). Seit Oktober 2008 ist sie im Vorstand des Dachverbandes der Studierenden der Musikwissenschaft e.V. (DVSM) aktiv.
Pavel B. Jiracek
Pavel B. Jiracek, geb. 1981, erhielt eine Ausbildung als Sänger und Pianist. Nach seinem Abitur am englischen Eton College studierte er Musikwissenschaft, Amerikanistik und Arts Administration in Oxford, Zürich und Hannover und promoviert derzeit in Musikwissenschaft bei Prof. Annette Kreutziger-Herr in Köln. Neben dem Studium arbeitete er journalistisch und sammelte Berufserfahrung durch zahlreiche Praktika und Hospitanzen (u.a. London Symphony Orchestra, Konzertdirektion Schmid, British Institute of Florence, Staatsoper Hannover, Lucerne Festival, IBM Schweiz AG). In der Spielzeit 2005/06 Dramaturgieassistent und Produktionsleiter der Reihe zeitoper an der Staatsoper Hannover. Neben der Promotion freiberufliche Tätigkeit als Dramaturg und Regisseur.
Steffen Rother
Nach dem Abitur am Gymnasium Liebfrauenschule in Oldenburg und dem Zivildienst in Berlin seit 2005 Studium der Musikwissenschaft und Sinologie an der Universität Wien, mit Studienschwerpunkten auf zeitgenössischer Musik und Gender Studies.
Studienaufenthalte verbrachte er in China an der Shaoxing University und in Australien an der University of Sydney. Praktika führten in ans Wiener Konzerthaus für das Festival Wien Modern und an die Universal Edition.
Seit 2008 ist er als 2. Vorsitzender im DVSM e.V. engagiert und betreut dabei den Newsletter sowie die Belange in Österreich und der Schweiz. Er war Leiter des Organisationskomitees des 23. internationalen studentischen Symposiums des DVSM e.V. am Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien copy & paste – meins, deins, unsers im gespräch (09.–12.10.2009) und ist Mitherausgeber des Tagungssammelbands.
Neben dem Studium betreibt er seit 2006 eine musikalische Ausbildung am Diözesankonservatorium für Kirchenmusik der Erzdiözese Wien bei Dr. Andrea Pach (Orgel) und Peter Thunhart (Gesang).
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