Die BuFaTa der Musikwissenschaft fand zu ihrem historisch ersten Mal an der Hochschule für Musik und Theater Hannover statt. Da sich die Standorte der OrganisatorInnen – Detmold, Oldenburg und Wien – aufgrund der dezentralen Lage nur suboptimal für eine Ausrichtung einer solchen Tagung eignen, beschloss man einen anderen Tagungsort – Hannover- zu finden.

Fachschaftsmitglieder und MusikwissenschaftsstundentInnen aus ganz Deutschland fanden sich am Freitagabend gegen 18 Uhr in den Räumlichenkeiten der Hochschule ein. Wie ich erst später erfahren sollte war rund ein Drittel der angeschriebenen Fachschaften erschienen, ein Schnitt der für ein erstes Treffen als überaus erfolgreich bewertet werden darf.

Der größte Teil der Mitwirkenden kam aus Münster – rund 12 Kommilitonen waren aus der Fahrradstadt gekommen. Doch auch von weiter entfernt waren erfreulich viele angereist: Wien, Marburg, Würzburg, Frankfurt um nur einige zu nennen. Was alle verband war die Vorfreude auf ein interessantes und erfolgreiches Wochenende, welche nicht enttäuscht werden sollte.

Kennenlernspiele sollten zunächst das Eis brechen – und egal ob man so etwas mag oder nicht muss man doch dotieren: sie funktionieren. Der anfänglich schüchterne Abend voll fremder Menschen wurde schnell zu einer freudig erzählenden Gruppe Gleichgesinnter, die sich austauschten, kennenlernten und neue Freundschaften schlossen. Da die Räume nicht bis in die Puppen benutzt werden konnten verlagerte sich der Abend gegen Mitternacht für manche in die Kneipe, für andere bereits nach Hause; das „nach Hause“ sollte für den größten Teil das Hotel Wienecke sein, indem alle untergebracht waren die es nicht geschafft hatten privat unter zu kommen. Man verständigte sich auf eine Frühstückszeit von 9 Uhr – was für Studenten natürlich viel zu früh, für einen produktiven Tag allerdings auch unerlässlich ist.

Der Samstagmorgen begann nach dem Frühstück mit einer Workshopzeit von etwa zweieinhalb Stunden: In vier verschiedenen Workshops wurden unterschiedlichste Berufsfelder erst vorgestellt und dann diskutiert: Wissenschaft (Prof. Dr. Kopiez, Prof. Dr. Vogels, Prof. Dr. Weiss, Hannover) Dramaturgie (Malte Krasting, Frankfurt), Lehramt (Klemens Schnaß, Oldenburg) & Erwachsenenbildung (Heiko Fabig, Cloppenburg) und weitere Möglichkeiten nach dem Musikwissenschaftsstudium (Caroline Reiser, Detmold und Pavel B. Jiracek). Das Mittagessen in Form von HotDogs – wahlweise auch vegetarisch – bot eine prima Gelegenheit sich über die unterschiedlichen Vormittage auszutauschen.

Am Nachmittag ging es dann ans Eingemachte: Die Arbeitsgruppen „Musikwissenschaft im Lehramtsstudium“, „Bacherlor-Master-System“, „Studienführer Musikwissenschaft“ und „Projektmanagement“ begannen mit der Erarbeitung einzelner Themengebiete. In fast vier Stunden intensiver Arbeit entstanden Konzepte, Gedankengänge und Vorschläge zur Verbesserung und Ausführung der Inhalte und Formen des Studiengangs Musikwissenschaft. So fieberten gegen 19 Uhr alle dem Abendessen entgegen, das nicht nur vegetarisch sondern auch vegan genossen werden konnte.

Gegen 21 Uhr zerstreute sich die Gruppe zunächst in verschiedene Himmelsrichtungen: Das Championsleaguefinale wollte geguckt, das Nachtleben Hannovers erkundet werden. Ein Teil der Gruppe fand sich zu späterer Stunde dann im „Cafe Glocksee“ wieder – einem links-alternativen Zentrum im Herzen Hannovers. Der Abend war lang, die Nacht war kurz und doch fanden sich alle, wenn auch nur unterdurchschnittlich gut ausgeschlafen dafür aber voller Tatendrang, am nächsten morgen erneut gegen 9 Uhr zum Frühstück in der Hochschule ein. Dem folgte eine erneute Zeit für Workshops, bevor um 13 Uhr die Ergebnisse präsentiert wurden: Die Lehramtsgruppe hatte ein Konzept für die Praxis im Lehralltag erarbeitet, die Studienführergruppe eine Vorlage zum Aktualisieren des alten Heftes hervor gebracht, die BA/MA-AG stellte Stärken und Schwächen des aktuellen Systems heraus und schlugen Veränderungsvorschläge vor, während die Projektmanagementgruppe in Zukunft in der Lage sein sollte, Projekte an der Uni zu konzipieren und vor allem in die Tat umzusetzen. Als sich gegen 14 Uhr die Gruppe auflöste war ein Menge geschafft – und die Grundlage für eine neue Tradition geschaffen.

So bleibt also abschließend ein großes Dankeschön an die OrganisatorInnen vom DVSM e.V. Katharina, Marleen, Katrin, Jannis und Steffen sowie ein gutes Gefühl, dass es noch andere sympathische Studenten gibt, die nicht nur Interesse an ihrem Studium haben, sondern sich dafür einsetzen und auch noch Spaß dabei haben. Denn den hatten wir ganz sicher alle!

In diesem Sinne bis nächstes Jahr!

Alex Sehringer